Wichtiger Hinweise!
Aberkennung des Siegels bei Überschreitung des Prüftermins
Krematorien, welche den Prüftermin ohne Begründung 6 Monate lang ignorieren, verlieren das Recht zur Führung des AKK-Siegels.

 

Deutscher Designertag: Empfehlungen zum Umgang mit metallischen Kremationsrückständen

Informationen nur für Siegel-Krematorien. Zugangsschlüssel anfordern.


Krematorium Mainz konnte sein erstes Siegel verliehen werden.

Nach Prüfung des Krematoriums nach der Siegelrichtlinie des Arbeitskreises kommunaler Krematorien im Deutschen Städtetag (AKK) konnte der Sachverständige der AKK-Geschäftsstelle einen positiven Prüfbericht übergeben.

Reutlinger Friedhofstag 2023

Bei der Fachtagung am 3. Mai 2023 wird über hochaktuelle Themen aus dem Friedhofswesen informiert. Unter anderem wird es um Reerding, Erfahrungen aus der Pandemie und dem Klimawandel auf Friedhöfen gehen.
Organisation: SOLUTIONCUBE in Zusammenarbeit mit dem Leiter des Krematoriums Römerschanze/Reutlingen, Herrn Jürgen Senft; www.reutlinger-friedhofstag.de

Franzosen übernehmen die Aktivitäten der niederländischen „Facultatieve”

Das französische Bestattungsunternehmen Funecap übernimmt ab dem 21. Dezember 2022 die Aktivitäten der Facultatieve. Dies betrifft die elf Krematorien in drei Ländern, FT (Facultatieve Technologies) mit Niederlassungen auf der ganzen Welt und alle anderen Aktivitäten.

 

Funecap – mit Hauptsitz in Paris – ist ein internationales Bestattungsunternehmen mit dem Ziel, der führende Bestattungsspezialist in jedem Land zu werden, in dem es tätig ist. Funecap ist derzeit in vier Ländern (Frankreich, Belgien, Italien und den Niederlanden) mit über 85 Krematorien, einem Netzwerk von rund 600 Niederlassungen und über 200 Bestattungsunternehmen in Frankreich aktiv.

Beihilfe zum Suizid bleibt in den Niederlanden eine Straftat

Nach einem Urteil des Gerichts in Den Haag dürfen Polizei und Staatsanwaltschaft das Verbot der Sterbehilfe in den Niederlanden weiterhin durchsetzen.

Arndt Schulte-Döinghaus, Abteilungsleiter der Friedhofsverwaltung der Landeshauptstadt München und neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Krematorien im Deutschen Städtetag (AKK), und Andrew McCulloch, techn. Leiter des Siegel-Krematoriums Osnabrück, wurden in den Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft der Krematorien in Deutschland gewählt.

AKK hat neuen Vorstand



Auf seiner Sitzung Anfang Oktober 2022 wurden bewährte Fachleute in den Vorstand gewählt.

Ende in Sicht
Fehlendes Endlichkeitsbewusstsein und
 die Krisen im Anthropozän

 

Kennzeichen unserer Zeit ist das Wachstum alles Menschengemachten bei gleichzeitigem Verlust des „Natürlichen". Deswegen wird vom Erdzeitalter des Anthropozäns gesprochen.

 Die Folgen dieser Entwicklung sind unübersehbar – in Gestalt von Krisen mit bereits heute irreversiblen globalen Schäden: Umweltzerstörung, Ressourcenverbrauch, Klimawandel und soziale Verwerfungen.

Buchvorstellung im Blog

Andreas Schäfer


Die Schuhe meines Vaters

Wie kann man den Vater gehen lassen, wenn man den Zeitpunkt selbst bestimmen muss?

 

Buchvorstellung im Blog

 

Die Cap mit aufgesticktem Siegel  für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Siegel-Krematorien

 

Anfrage

Italienische Designer entwickeln eiförmigen Sarg

Unter dem Namen Capsula Mundi entwickelten die italienischen Designer Anna Citelli und Raoul Bretzel einen eiförmigen Sarg aus biologisch abbaubarem Material. Die eiförmigen Särge sind noch nicht auf dem Markt erhältlich. 

 

Das italienische Duo möchte betonen, dass der Mensch Teil des Transformationskreislaufs der Natur ist. In dem eiförmigen Sarg ruht der Verstorbene in fötaler Position. Das Ei wird wie ein Samenkorn unter einem Baum vergraben. Das eine das Symbol für Leben, das andere das Zeichen der Verbindung zwischen Erde und Luft.'

Ihr Konzept ist laut den Designern nachhaltiger als beispielsweise eine Beerdigung oder Einäscherung in einem Sarg. Denn die freigesetzten Stoffe können direkt vom Baum aufgenommen werden. Es werden keine Denkmäler oder Grabsteine ausgestellt. Die Bäume sind mit einem GPS-Tracker ausgestattet.

Niederländische Studie soll klären, ob ewige Grabruhe in das Gesetz aufgenommen werden soll

 

Die Organisation Regioplan führte die Studie auf eine Initiativnote des Abgeordneten Stephan van Baarle durch. Unter anderem scheint es, dass ein Drittel aller befragten Niederländer, die angeben, begraben werden zu wollen, es auch wünschenswert finden, dass die Bestattungsruhe ewig dauert. Diese Nachfrage ist bei muslimischen (72%) und jüdischen Befragten (58%) am höchsten. „Rechtliche Anpassungen zur Förderung der ewigen Bestattungsruhe sind unnötig und unerwünscht”, schreibt Regioplan. „Es ist nicht ratsam, die ewige Bestattungsruhe als Konzept in das Gesetz aufzunehmen oder mit Bestattungsrechten gleichzusetzen”.

Das sei zum einen unnötig, weil es genügend Alternativen gibt (wie z.B. die Möglichkeiten zur Erweiterung und zur Achtung der eigenen Spezialfriedhöfe). Darüber hinaus sei es auch nicht wünschenswert, dauerhaft per Gesetz zu regulieren, weil keine Garantien für die Ewigkeit gegeben werden könnten. Es gäbe Umstände, unter denen das Überleben eines Grabes nicht mehr möglich sei, zum Beispiel bei Überschwemmungen oder Kriegen."


Information mit freundlicher Genehmigung des Fachmagazins „Uitvaart”

Kasseler Büro gewinnt Architektenwettbewerb für Museum für Sepulkralkultur
(siehe Artikel rechte Spalte)

Der erste Preis im Wettbewerb zur Neukonzeption, Sanierung und Erweiterung des Museums für Sepulkralkultur (MSK) in Kassel geht an das Büro Schulze Schulze Berger. Diesen und zwei weitere Preisträger hat das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Zvonko Turkali bestimmt. Die Mittel für die Vorplanung stellen das Land Hessen (759.000 Euro) und die Stadt Kassel (50.000 Euro) bereit.

1. Preis: Büro Schulze Schuze Berger, Kassel

2. Preis:  Büro Osterwold+Schmidt Architekten, Weimar

3. Preis:  Büro Peter Zirkel Architekten, Dresden

Sarg mit Sitzverstellung bald erhältlich?

Der Entwurf eines Maastrichter Designers stößt auf großes Interesse.

Mobile Krematorien im Einsatz?

Berichte verunsichern die Gesellschaft.

 

„Lebender Sarg” aus Delft für prestigeträchtigen internationalen Preis nominiert
Der 2020 an der TU Delft entwickelte "lebende Sarg" ist für den renommierten internationalen Earthshot-Preis nominiert worden.

Niederlande: Mangel an forensischen Ärzten für die  Leichenschau

In den Regionen Amsterdam, Den Haag, Westbrabant und Zeeland sowie in Teilen der Ost- und Zentralniederlande besteht ein „dringender und akuter Mangel” an Gerichtsmedizinern.

„Menschenunwürdige Werbekampagne für die COVID-Impfung?“
Im Zusammenhang mit der Verabreichung von Boten-Ribonukleinsäure erreichte uns die Beschwerde einer Besucherin unserer Website. Wir stellen die Aussagen zur Diskussion.

Die Krematorien Berlin-Ruhleben und Berlin-Baumschulenweg konnten vom Arbeitskreis kommunaler Krematorien im Deutschen Städtetag (AKK) die Freigabe zur Siegelverleihung erlangen. Die Siegelurkunde wird ausgefertigt und kann in Kürze überreicht werden. Wir gratulieren dem technischen Leiter, Herrn Krischke.

Es gibt nunmehr 36 Siegel-Krematorien in Deutschland.

Antibiotikaresistenz ist weltweit die Haupttodesursache

Eine neue Studie zeigt, dass im Jahr 2019 1,27 Millionen Menschen an Infektionen mit antibiotikaresistenten Bakterien gestorben sind.

Sterblichkeitsrate in den Niederlanden 2021 höher als im Jahr 2020

Im Jahr 2021 starben in den Niederlanden fast 171.000 Menschen, 16.000 (10 %) mehr als erwartet, berichtet Statistics Netherlands (CBS) auf der Grundlage vorläufiger Jahreszahlen.

Funeral@Work auf März 2022 verschoben
Funeral@Work, die Fachmesse für die Bestattungsbranche in Leuven (Belgien), wird auf den 19. und 20. März 2022 verlegt. Dies teilt die Organisation mit. Die Messe würde eigentlich am 5. und 6. Februar 2022 stattfinden. Da das Brabanthal in Leuven als Impfstelle wiedereröffnet wurde, ist die Messe in den März verlegt worden.

 

Die belgische Regierung betrachtet die Messen als wesentlich für die Wirtschaft und lässt sie daher weiterhin zu.

Künstlerbuch
Herman de Vries vergehen
Museum für Sepulkralkultur 2021

 

Zur Ausstellung und anlässlich des 90sten Geburtstages von Herman de Vries ist das gleichnamige Künstlerbuch vergehen entstanden. Neben Texten des Künstlers, des Kurators Dr. Dirk Pörschmann, Direktor des Museums für Sepulkralkultur und von Ellen Koller finden sich in dem Künstlerbuch Abbildungen der in der Ausstellung gezeigten Exponate sowie drei eingelegte, handsignierte Originale von herman de vries.

 

Herman de Vries
vergehen

mit drei Originalgrafiken
Texte von herman de vries, Ellen Koller und Dirk Pörschmann
Kassel 2021, 36 Seiten, 14 farbige Abbildungen
Format 20 x 28 cm
Auflage 108 Exemplare
nummeriert und signiert, 480,– Euro

Herman de Vries hat die Auflage ganz bewusst auf die Zahl 108 gesetzt. Die Zahl 1 steht für den Anfang, die Null für das Ende und zugleich den Kreislauf, die Acht darf als Zeichen der Unendlichkeit betrachtet werden. „all in one – one in all“ (herman de vries)

Zu erwerben im Museum für Sepulkralkultur! Auch online über unsere Website.

 

Foto: Sepulkralmuseum

Allein sterben (Sozialstudie aus England)

Einer der erschütterndsten Aspekte der Covid-19-Pandemie war laut Medienberichten das Sterben auf der Intensivstation ohne Angehörige am Sterbebett. Eine Situation, die jedoch häufiger vorkommt. Wie unerwünscht ist das einsame Sterben wirklich?

Übersicht über (technisch) mögliche Bestattungsarten

Es gibt einige neue Techniken für die Bestattung von Leichnamen. In Deutschland zugelassen sind bisher nur die herkömmliche Erdbestattung und die Feuerbestattung.

Feuer- oder Erdbestattung? Hauptsächlich eine Frage des Gefühls.

Eine Umfrage von Meinungsforschern, Rundfunk und Presse unter 1050 Niederländern ergab, dass die Niederländer der Feuerbestattung in den vergangenen 10 Jahren positiver gegenüberstehen.

Krematorien in Twente/NL untersuchen Einäscherung mit Wasserstoff
Kann Wasserstoff die für die Einäscherung bisher verwendeten  Energieträgern ersetzen?

Verstorbene in Corona-Zeiten – Würde-Träger oder Unberührbare?

Sollten rigorose Verordnungen hinterfragt werden?

Starke Nachfrage nach dem „lebenden Sarg“

Bereits 100 Menschen im Myzelsarg bestattet.

Krematorium Offenbach ist jetzt Siegel-Krematorium

Nach Prüfung durch den Siegelbevollmächtigten und Sachverständigen Dipl.-Ing. Ullrich Richter konnte dem Leiter des Krematoriums, Herrn Werner Hornhof das postivie Prüfergebnis mitgeteilt werden.

Personalüberwachung in der Arbeitswelt

Wie weit geht die Überwachung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im Unternehmen und im Homeoffice und wie wirkt sich die künstliche Intelligenz im Bestattungswesen aus?

Neues Siegel-Krematorium

Mit erfolgreich verlaufener Prüfung durch den Siegel-Bevollmächtigen des AKK, Dipl.-Ing. Ullrich Richter, konnte dem Krematorium Köln das Siegel „Kontrolliertes Krematorium“ verliehen und die Siegelurkunde überreicht werden.

 

Die Stadt Köln übertrug den Betrieb ihres Krematoriums 2019 auf die „Facultatieve Deutschland”. Das Unternehmen gehört zur „Facultatieve Groep aus Den Haag. Die Gruppe ist ein im Jahr 1874 gegründetes Unternehmen, zu dessen Kerngeschäft Dienstleistungen und Technik im Bereich Bestattung umfasst.

 

Wir gratulieren dem Geschäftsführer, Herrn Stefan van Dorsser, und wünschen ihm für seine weitere, gesellschaftlich bedeutende Arbeit für Ethik und Umweltschutz bei der Feuerbestattung viel Erfolg.

Niederländisches Bestattungsunternehmen baut Krematorium auf deutschem Boden

Das Bestattungsunternehmen „Respectrum“ setzt eine 9-jährige Planung bis Ende 2021 in die Tat um.

Amsterdam schiebt islamischem Friedhof einen Riegel vor

Die Amsterdamer Stadtverwaltung lehnte den Antrag ab, weil der Friedhof für jeden zugänglich sein sollte, der für die Ewigkeit begraben werden möchte.

Wie umgehen mit dem digitalen Erbe?

Filme sollen auf dieses Thema aufmerksam machen.

 

Sie skizzieren einige der Dilemmata rund um Fotos auf dem Handy einer verstorbenen Person, online gespeicherte Fotos oder Dokumente, E-Mails oder die Frage, was mit Accounts in sozialen Medien nach dem Tod geschehen soll.

 

Erweiterung des Bestattungsrechts in den Niederlanden: Resomation künftig erlaubt.

Einäschern oder auflösen? Die Zukunft wird es zeigen.

Der Friedhof der Zukunft

Niederländische Nationale Friedhofsorganisation wollte erfahren, wie der Friedhof für Besucher wieder bedeutungsvoll werden kann.

Verwaltung und Menschenwürde

Berücksichtigen die Verwaltungsprozesse der Krematorien mögliche Gefühle von Angehörigen kremierter Verstorbener?

Auslaufmodell Krematorium?

Das erste Mal wurde ein Verstorbener in einem „lebenden Sarg“ der Natur übergeben.

Aufsehen erregender Fund in Israel

9000 Jahre alte Kremationsstelle entdeckt

Als Moslem oder Toaster ewig leben?

Designkonzept-Ausstellung zum Thema „Wer will ewig leben?“ im Museum Cube in Kerkrade

Islam in den Niederlanden

Arnheim will muslimische Bestattung mit ewigem Bestattungsrecht möglich machen.

„Näher am Tod“

Die niederländische Autorin und Zukunftsforscherin Jeanneke Scholtens zum Nachdenken über unsere Bestattungskultur angesichts der Corona-Krise.

Material für die Öffentlichkeitsarbeit der Siegel-Krematorien

Die Seite „Für die Öffentlichkeitsarbeit” ist den Siegel-Krematorien vorbehalten. Sie benötigen einen über das Kontaktformular anzufordernden Zugangsschlüssel.

Kompostierung Verstorbener ab 2021 in den USA möglich

Ein Unternehmen names „Recompose” als Vorreiter

Strahlungsrisiko für Bestatter und Krematoriumspersonal gering

Aktuelle Studie des Niederländischen Nationalen Instituts für Volksgesundheit und Umwelt (RIVM)

Mehrheit der Niederländer für Sterbehilfe
Neue Forschungsergebnisse des niederländischen zentralen Statistik-Büros

Bericht des Bestattungs-Fachmagazins „Uitvaart“

Neben Köln die zweite nordrhein-westfälische Stadt, die über QR-Code abrufbare Text- und Bildinformationen über Verstorbene erlaubt (WDR-Bericht)

Die Zukunft der Kölner Friedhöfe

Mit diesem Thema beschäftigten sich Experten in Köln eine Woche lang. Interview des Domradio.de mit dem Kölner Stadtdechanten Msgr. Robert Kleine.

Zwei Drittel der Niederländer entscheiden sich für eine Einäscherung
22/08/2019

Bericht des Bestattungs-Fachmagazins „Uitvaart“


In den Niederlanden stieg der Prozentsatz der Einäscherungen in den ersten beiden Quartalen 2019 auf 66,91%. Dies geht aus vorläufigen Zahlen des Central Bureau of Statistics (CBS) hervor, die der National Association of Crematoria (LVC) auf seiner Website verwaltet. Vor zwanzig Jahren betrug die niederländische Einäscherungsrate 48,10% und ist seitdem stetig gestiegen.

Die erste Einäscherung in den Niederlanden fand 1914 statt.

Pressemitteilung 26.9.2022
Kasseler Büro gewinnt Architekten-wettbewerb für Museum für Sepulkralkultur

Der erste Preis im Wettbewerb zur Neukonzeption, Sanierung und Erweiterung des Museums für Sepulkralkultur (MSK) in Kassel geht an das Büro Schulze Schulze Berger. Diesen und zwei weitere Preisträger hat das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Zvonko Turkali bestimmt. Die Mittel für die Vorplanung stellen das Land Hessen (759.000 Euro) und die Stadt Kassel (50.000 Euro) bereit.

„Das Sepulkralmuseum leistet sehr besondere Arbeit zu einer sensiblen Thematik, die wir oft aus unserem Leben ausblenden, und beleuchtet den Tod und den Umgang damit aus unterschiedlichen Perspektiven“, erklärt Angela Dorn, hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst. „Mit der vorgesehenen Erweiterung erhält das Museum die Möglichkeit, noch attraktivere Angebote für Besucherinnen und Besucher zu gestalten. Und die planerische Perspektive stärkt – das freut mich als Ministerin für Kunst und Wissenschaft besonders – die Forschungsarbeit des Instituts. Da auch der Denkmalschutz in mein Ressort fällt, möchte ich zudem den ebenso behutsamen wie bewussten Umgang mit dem denkmalgeschützten Bestand und die kreative Betonung historischer Bezüge des Siegerentwurfs hervorheben.“

„Das Museum für Sepulkralkultur geht auf nahbare wie innovative Weise mit den Thematiken von Tod und Sterben und ihren gesellschaftlichen Diskursen, kulturellen und historischen Dimensionen und persönlichen Fragestellungen um“, ergänzt Dr. Susanne Völker, Kulturdezernentin der Stadt Kassel. „Die Sanierung eröffnet zeitgemäße Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Ausstellungen, Forschung und Vermittlung in einem Museum, das in seiner thematischen Ausrichtung ebenso außergewöhnlich wie relevant ist.“

„Für unsere einzigartige Institution ist das Ergebnis des Wettbewerbs ein großer Schritt, um unser Haus in die Zukunft zu führen und die regionale wie nationale Bedeutung des Museums und Zentralinstituts für Sepulkralkultur weiter zu stärken. Die Arbeit an einem zeitgemäßen Endlichkeitsbewusstsein wird hierdurch auch weiterhin in gesellschaftsrelevanter Weise möglich sein“, sagt Dr. Dirk Pörschmann, Direktor des MSK.

Zum Wettbewerbsverfahren ergänzt der Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Zvonko Turkali: „Die eingereichten Beiträge weisen durchgängig eine sehr hohe Qualität auf. Die mit dem ersten Preis ausgezeichnete Arbeit bietet eine hervorragende Grundlage für eine behutsame Sanierung des Bestandes und seine deutliche funktionale Aufwertung. Die vorgesehenen baulichen Maßnahmen schaffen räumliche Situationen, die das Museum zu einem attraktiven und zugleich unverwechselbaren Ort machen.“

Das 1992 eröffnete MSK besteht aus der denkmalgeschützten Remise der ehemaligen Villa der Industriellenfamilie Henschel aus dem Jahr 1903/1904 und einem damit verbundenen Neubau des Architekten Wilhelm Kücker (München). Drei Jahrzehnte nach der Eröffnung benötigen Bauwerk und Museum eine grundlegende Sanierung, umfassende technische Ertüchtigung und Neuordnung. Die Wettbewerbsaufgabe konzentrierte sich auf die baulichen und räumlichen Aufgaben in beiden Gebäudeteilen. Der Fokus der Umstrukturierung liegt dabei auf der denkmalgeschützten Remise mit neu zu planendem Veranstaltungsbereich, Konferenz- und Seminarräumen, Bibliothek, Empfang mit Museumsshop sowie Verwaltungsräumen. Im Neubau soll die raumklimatische Situation verbessert und eine funktionale Aufwertung des Baus im ästhetischen Einklang mit dem Altbau ermöglicht werden.

Den 1. Preis erhielt das Büro Schulze Schulze Berger aus Kassel für den Vorschlag, die Terrasse in Anlehnung an die historische Situation mit einem Multifunktionsraum zu überbauen, der für alle Formen von Veranstaltungen genutzt oder auch dem Café zugeschlagen werden kann. Er bietet den Besucherinnen und Besuchern einen Blick in die Kasseler Südstadt und die Fuldaaue. Die historische Tordurchfahrt wird als Eingang reaktiviert und führt in den Innenhof, der künftig frei von Einbauten und Überdachungen die historische Bausubstanz des Remisengebäudes wieder erfahrbar werden lässt. Hier können sich Besuchergruppen sammeln und auf den Besuch des Museums vorbereiten oder Gäste aufhalten, die das Café oder den Museumsshop besuchen möchten. Die geforderte Nutzungsmöglichkeit des Veranstaltungsbereichs unabhängig vom Museumsbetrieb ist in dieser Arbeit aus Sicht der Jury auf besonders gute Weise gewährleistet.

Der 2. Preis ging an Osterwold+Schmidt-Architekten aus Weimar für die Idee, den Innenhof vollständig mit einer mehrgeschossigen Holzkonstruktion zu überbauen, die das geforderte Raumprogramm aufnimmt. Durch die Komprimierung der baulichen Ergänzung über dem heutigen Innenhof kann die Aufstockung des Dachs auf ein Minimum reduziert und eine großzügige Dachterrasse mit imposantem Fernblick angeboten werden. Die Dachaufstockung beschränkt sich dabei auf den exponiert in der Mitte gelegenen Multifunktionsbereich. Die Tordurchfahrt wird zum Haupteingang, der die Besucherinnen und Besucher zu einem großzügigen Foyer auf der Fläche des heutigen Innenhofs führt.

Den 3. Preis gewann das Büro Peter Zirkel Architekten aus Dresden, das mit einer großflächigen Öffnung der historischen Ostfassade der Remise – die durch den Museumsneubau von Wilhelm Kücker zur Innenwand wurde – die Verbindung zwischen Alt- und Neubau stärkt. Hierzu wird das heutige Erschließungssystem in der sogenannten Fuge zwischen den Gebäudeteilen komplett verändert. Die neu entstehende innere Achse soll unter Inkaufnahme erheblicher Eingriffe in die historische Bausubstanz Licht und Luft in das Gesamtensemble bringen und neue Raumerlebnisse ermöglichen.

Der Wettbewerb war als nichtoffener Realisierungswettbewerb im anonymen Verfahren mit vorangestelltem Bewerbungsverfahren ausgelobt. Insgesamt nahmen zwölf Büros aus dem In- und Ausland teil. Unterstützt wurde das Preisgericht durch eine Vielzahl von Sachverständigen aus den Bereichen Denkmalpflege, Kultur- und Museumswesen, den Fachämtern der Stadt Kassel, den Zuwendungsgebern Bund, Land und Stadt sowie der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. Die Wettbewerbsorganisation übernahm das Büro ANP aus Kassel.

Die Ausstellung aller zwölf Arbeiten wird vom 20. Oktober bis 27. November im Museum für Sepulkralkultur stattfinden.
Fotos der Entwürfe können Sie unter folgendem Link herunterladen und kostenfrei
mit Quellenangabe Museum für Sepulkralkultur verwenden:
 hessenlink.de/sepulkralkultur

Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur
Weinbergstraße 25-27 | D 34117 Kassel
Tel. +49 (0) 561 91893-0 | info@sepulkralmuseum.de



MUSEUM FÜR SEPULKRALKULTUR
WEINBERGSTRASSE 25–27

34117 KASSEL

Tel. 0561 91893-0
info@sepulkralmuseum.de www.sepulkralmuseum.de  



Öffnungszeiten:

Di bis So 10–17 Uhr

Mi 10–20 Uhr

Die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.

Informationen zur Mitgliedschaft

Siegel-Krematorien sind am Außenschild erkennbar

Hochwertiges Außenschild im Format 32 cm x 45 cm. Hergestellt auf transparenter Acrylglasplatte, 8 mm stark, weiß hinterdruckt, mit vier Bohrungen in den Ecken und Befestigungsset