Krematorium Bielefeld Betriebs GmbH
Brackweder Str. 70
33647 Bielefeld
Tel.: (0521) 3292620             
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Leitung: Herr Hans-Jörg Krauß

(ab 1. August 2019)

Das Bielefelder Krematorium befindet sich auf dem westlich des Teutoburger Waldes gelegenen, altehrwürdigen Sennefriedhof.

Diese Einäscherungsanlage gehört zu den modernsten und umweltfreundlichsten  Europas. Die technischen Kapazitäten, verknüpft mit dem Service eines großen Unternehmens und der Sicherheit eines kommunalen Betriebes, sorgen für einen zuverlässigen und würdevollen Ablauf der Einäscherungen.

Öffnungszeiten der Verwaltung:
Montag - Donnerstag
08.00 Uhr - 12.30 Uhr
13.30 Uhr - 16.00 Uhr

Freitag 08.00 Uhr - 12.30 Uhr



Wechsel in der Geschäftsführung

Ullrich Richter, Diplom-Ingenieur für Landschaftspflege, leitete die Krematorium Bielefeld Betriebs GmbH und die Friedhofs GmbH Bielefeld über 20 Jahre lang mit wirtschaftlichem Weitblick, politischem Geschick und betriebsinterner sozialer Ausgewogenheit. Wegen des Erreichens der Altersgrenze scheidet er am 31. Juli 2019 aus der Geschäftsleitung aus.

 

Ab dem 1. August 2019 ist Hans-Jörg Krauß Geschäftsführer für beide Unternehmen. 25 Jahre lang verwaltete er die kirchlichen Friedhöfe in der Bielefelder Nachbarstadt Herford und verfügt somit über eine große Erfahrung im Bestattungswesen. Mit seinem Vorgänger stimmt darin überein, dass bei der Feuerbestattung nicht nur technische und organisatorische Bedingungen eine Rolle spielen.

Ethische Kriterien wichtig

Im Gegensatz zur Erdbestattung wird die Kremation in der Regel nicht von einer Zeremonie begleitet, die Trauergästen den Bestattungsakt transparent erleben lässt. Daher hatte sich Ullrich Richter bereits früh darum bemüht, die Vorgänge im Krematorium der Öffentlichkeit gegenüber offen zu legen.

Das Krematorium Bielefeld war 2008 die erste Feuerbestattungsanlage in Deutschland, die vom „Arbeitskreis kommunaler Krematorien im Deutschen Städtetag (AKK)“ mit dem Siegel „Kontrolliertes Krematorium“ ausgezeichnet worden war. Das Siegel gewährleistet, dass alle Kriterien der strengen Siegelordnung des AKK eingehalten werden, die nicht nur organisatorische und technische, sondern auch ethische Aspekte enthält und sogar strenger ist als gesetzliche Vorgaben.

 

Der AKK ehrte Ullrich Richter für sein Eintreten für die Siegelrichtlinie und bat ihn, seine Arbeit als „Siegelbewahrer“ noch bis zum Sommer 2020 fortzuführen.

Krematorium an der Belastungsgrenze

Durchschnittlich stehen in Deutschland aktuell 30% Erdbestattungen 70% Feuerbestattungen gegenüber, wobei sich das Verhältnis weiter zu Gunsten der Kremation verändern wird. Das macht sich auch im Siegel-Krematorium Bielefeld bemerkbar. Gab es 2000 noch 3.900 Feuerbestattungen, so waren es in 2018 bereits 9.200. Seit 1998 sind drei Einäscherungsöfen in Betrieb und angesichts der ansteigenden Feuerbestattungszahlen wird mit dem Einbau einer vierten Ofenstraße voraussichtlich bereits 2020 begonnen werden.


Die Krematorium Bielefeld Betriebs GmbH



Ⓒ Fotos: J. Braun


Eine etwas andere Trauerfeier

Es ist nicht an der Tagesordnung, dass Angehörige eine Trauerfeier im Krematorium abhalten. Ein Trauerzug zum Krematorium gar ist ein wirklich seltenes Ereignis. Dass ausgerechnet ein Rockerclub beim Gedenken an einen zu kremierenden Verstorbenen Maßstäbe setzt, regt dazu an, über Klischeevorstellungen nachzudenken.
 
Für die Verantwortlichen des Krematoriums war die ungewöhnliche Trauergemeinde nicht nur eine organisatorische Herausforderung – sie hatten auch Vorbereitungen dafür getroffen, dass die Würde des Augenblicks angesichts der Vielzahl und der speziellen Kleiderordnung der Trauergäste gewahrt bleiben konnte.

Ⓒ Fotos: U. Richter

Der Präsident der Bielefelder Sektion des Rockerclubs war an Heiligabend 2012 verstorben. In einem spektakulären Trauer-Konvoi von fast 1.000 nationalen und internationalen Mitgliedern des Clubs war der Sarg am 5. Januar 2013 vom Vereinsheim in Bielefeld-Ummeln zum Krematorium Bielefeld überführt worden. Rund 100 Motorradfahrer hatten den Leichnam des Präsidenten auf einem offenen Pickup eskortiert.

Laut Polizeibericht und der Aussage der Krematoriumsleitung war das Ereignis ganz im Zeichen der Trauer um das verstorbene Vereinsmitglied verlaufen.