Krematorium Bielefeld Betriebs GmbH
Brackweder Str. 70
33647 Bielefeld
Tel.: (0521) 3292620             
Fax: (0521) 32926262
E-Mail senden
Website aufrufen

Leitung: Herr Dipl.-Ing. Ullrich Richter

(ab 1. August 2019 Herr Hans-Jörg Krauß)

Das Bielefelder Krematorium befindet sich auf dem westlich des Teutoburger Waldes gelegenen, altehrwürdigen Sennefriedhof.

Diese Einäscherungsanlage gehört zu den modernsten und umweltfreundlichsten  Europas. Die technischen Kapazitäten, verknüpft mit dem Service eines großen Unternehmens und der Sicherheit eines kommunalen Betriebes, sorgen für einen zuverlässigen und würdevollen Ablauf der Einäscherungen.

Öffnungszeiten der Verwaltung:
Montag - Donnerstag
08.00 Uhr - 12.30 Uhr
13.30 Uhr - 16.00 Uhr

Freitag 08.00 Uhr - 12.30 Uhr



Wechsel in der Geschäftsführung

Seit dem ersten April 2019 arbeitet Dipl.-Ing. Ullrich Richter, der die „Krematorium Bielefeld Betriebs GmbH“ und die „Friedhof GmbH Bielefeld“ gegründet und sehr erfolgreich geführt hat, seinen Nachfolger, Hans-Jörg Krauß, in die Führung der beiden Unternehmen ein.

Der offizielle Übergabtermin ist der

1. August.

 

Als gelernter Gärtnermeister verwaltete Hans-Jörg Krauß in den vergangenen 25 Jahren die kirchlichen Friedhöfe in der Bielefelder Nachbarstadt Herford.

Ullrich Richter, Diplom-Ingenieur für Landschaftspflege, verfügt über eine mehr als vierzigjährige Erfahrung im Bielefelder Wasserschutz- und Grünflächenamt.

 

Aus den Friedhofsbetrieben der Stadt machte er den städtischen „Eigenbetrieb Friedhöfe“ und gründete dann die Friedhofs GmbH und die Krematorium Bielefeld GmbH, die er seit 20 Jahren beide mit wirtschaftlichem Weitblick, politischem Geschick und betriebsinterner sozialer Ausgewogenheit leitete.

Ethische Kriterien wichtig

Scheidender und neuer Geschäftsführer stimmen darin überein, dass bei der Feuerbestattung nicht nur technische und organisatorische Bedingungen eine Rolle spielen. Im Gegensatz zur Erdbestattung wird die Kremation in der Regel nicht von einer Zeremonie begleitet, die Trauergästen den Bestattungsakt transparent erleben lässt. Daher bemühte sich Ullrich Richter bereits früh darum, die Vorgänge im Krematorium der Öffentlichkeit gegenüber offen zu legen. Das Krematorium Bielefeld war die erste Feuerbestattungsanlage in Deutschland, die mit dem Siegel „Kontrolliertes Krematorium“ vom „Arbeitskreis kommunaler Krematorien im Deutschen Städtetag“ ausgezeichnet wurde.

 

Seit 2008 wird durch unabhängige Prüfinstitutionen überprüft, ob weiterhin alle Kriterien der strengen Siegelordnung eingehalten werden, die nicht nur organisatorische und technische, sondern auch ethische Aspekte enthält.

Krematorium an der Belastungsgrenze

Durchschnittlich stehen in Deutschland aktuell 30% Erdbestattungen 70% Feuerbestattungen gegenüber, wobei sich das Verhältnis weiter zu Gunsten der Kremation verändern wird. Das macht sich auch im Siegel-Krematorium Bielefeld bemerkbar. Gab es 2000 noch 3.900 Feuerbestattungen, so waren es in 2018 bereits 9.200. Seit 1998 sind drei Einäscherungsöfen in Betrieb und angesichts der ansteigenden Feuerbestattungszahlen wird mit dem Einbau einer vierten Ofenstraße voraussichtlich bereits 2020 begonnen werden.


Die Krematorium Bielefeld Betriebs GmbH



Ⓒ Fotos: J. Braun


Eine etwas andere Trauerfeier

Es ist nicht an der Tagesordnung, dass Angehörige eine Trauerfeier im Krematorium abhalten. Ein Trauerzug zum Krematorium gar ist ein wirklich seltenes Ereignis. Dass ausgerechnet ein Rockerclub beim Gedenken an einen zu kremierenden Verstorbenen Maßstäbe setzt, regt dazu an, über Klischeevorstellungen nachzudenken.
 
Für die Verantwortlichen des Krematoriums war die ungewöhnliche Trauergemeinde nicht nur eine organisatorische Herausforderung – sie hatten auch Vorbereitungen dafür getroffen, dass die Würde des Augenblicks angesichts der Vielzahl und der speziellen Kleiderordnung der Trauergäste gewahrt bleiben konnte.

Ⓒ Fotos: U. Richter

Der Präsident der Bielefelder Sektion des Rockerclubs war an Heiligabend 2012 verstorben. In einem spektakulären Trauer-Konvoi von fast 1.000 nationalen und internationalen Mitgliedern des Clubs war der Sarg am 5. Januar 2013 vom Vereinsheim in Bielefeld-Ummeln zum Krematorium Bielefeld überführt worden. Rund 100 Motorradfahrer hatten den Leichnam des Präsidenten auf einem offenen Pickup eskortiert.

Laut Polizeibericht und der Aussage der Krematoriumsleitung war das Ereignis ganz im Zeichen der Trauer um das verstorbene Vereinsmitglied verlaufen.