Jede Trauer sucht einen Gedenkplatz“ überschreibt Prof. Dr. Fischer unter dem Menüpunkt „Bestattungskultur“ seinen Artikel. Bevor man in seinem Testament einen anderen Bestattungsort als den heimischen Friedhof festlegt, sollte man sich mit Angehörigen bzw. engen Freunden abstimmen.

Der kommunale Friedhof bietet 3 Möglichkeiten:

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Das Urnengrab bzw. Urnengemeinschaftsgrab

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Das Kolumbarium

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Die anonyme Bestattung

Grabstätten in der Natur (FriedWald, RuheForst, Ruh-Wald)

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Sie sind nicht für jeden Hinterbliebenen leicht zu erreichen.

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Im Falle einer Seebestattung kann sich die Trauer bei Hinterbliebenen, die eine Verbindung mit ihrem Verstorbenen suchen, durch den fehlenden konkreten Bezugspunkt verstärken.



Asche von Toten darf in Bremen im Garten verstreut werden.

Nach der Lockerung des 1934 unter den Nationalsozialisten eingeführten Friedhofszwangs für Asche kann diese künftig beispielsweise im Garten verstreut werden, wenn der Verstorbene dem vor seinem Tod zugestimmt hat.

 

http://www.umweltbetrieb-bremen.de/friedhoefe/bestattungsformen_und_grabarten/ausbringen_von_totenasche-12387

 

Nach dem derzeitigen Niedersächsischen Bestattungsgesetz (Stand Jan. 2017) droht demjenigen ein Ordnungsgeld von bis zu 5.000 Euro, der Urnenasche verstreut. Eine Ausnahme bildet die Seebestattung. Der entsprechende Passus: „Durch die Friedhofspflicht für Urnen (Vgl. § 12 Abs. 5 Satz 1) und die zwingende Urnenpflicht (§ 12 Abs. 3 Satz 3) sind Urnen im Bücherregal oder im eigenen Garten definitiv ebenso ausgeschlossen wie z. B. das Verstreuen der Asche Verstorbener. Möglich ist aber die Beisetzung der Urne mit der Asche Verstorbener in Waldfriedhöfen und im Küstengewässer, letzteres als Seebestattung (§ 12 Abs. 5 Satz 2).“